Konzerte von Elektrobands haben echte Vorteile. Sie sind zum Beispiel fast immer superpünktlich und die Umbau-Pausen sind auf Grund des geringen Equipments angenehm kurz. Ca. 500-600 Besucher quetschten sich gestern Abend in die Halle, darunter auch Frau Cynx und ich. Die Security in der Batschkapp war wie gewohnt super freundlich, so dass sie sich fast für die Kontrolle beim Einlass entschuldigten und einen fix abfertigten. Drinnen ging es dann direkt los, eine Viertelstunde vor! dem offiziellen Start legte Rotersand los. Mir ist Rotersand häufig zu poppig (die Scooter des EBM

), das Sett war aber gut abgestimmt und brachte ne Menge gute Laune rüber. Während des Auftritts gab es als besonderes Highlight einen Hochzeitsantrag eines Fans an seine Freundin, der auch erfolgreich bejaht wurde. Nach kurzem Umbau stiegen Client auf die Bühne und wurden direkt zum Highlight es Abends. Das war Musik für alle über Dreissig. Unterkühlt wie eine gekachelte französische Metro-Station mit minimalistischen Sound, dazu eine bezaubernde Stimme. Das war guter Old-School-New-Wave wie ich ihn aus dem
Zwischenfall der 80er kenne. Nachdem Auftritt stehen bei mir neue CDs auf der Kaufliste. Leider war die Musik nichts für den Treffpunkt Anonymer Dummschwätzer hinter mir, die sich die ganze Zeit lautstark über ihre Bundeswehrerlebnisse auslassen mussten...
Wieder Umbaupause und die Hörer erwarteten Covenant.. die erstmal lange auf sich warten liessen. Normalerweise bekommt so ein Verhalten bei mir deutliche Abzüge in der Rezension. Ein Künstler wird nicht besser, wenn er das Publikum erstmal warten lässt... aber als Covenant, dann endlich die Bühne betraten entschuldigten sie sich für die lange Pause und dankten für die Geduld des Publikums. Da kann man schon gar nicht mehr böse sein.
Der Set war eine gute Mischung aus neuen und alten Songs, wobei ich sagen muß, dass mir
Skyscraper live deutlich besser gefallen hat und ich nun auch wieder mehr Gefallen am Album habe. Natürlich gab es alle Klassiker der drei Schweden und so weit es der Platz zu ließ wurde das Tanzbein geschwungen. Nach zwei Zugaben gingen um 1 Uhr die Lichter an und wir machten uns wieder auf dem Weg nach Hause.