Und weiter in der Urlaubslektüre, diesmal mit einem dicken Wälzer aus dem Hause Heyne in der "Die-$rasse-Reihe"
1. Über diese Reihe habe ich schon ein paar mal geschrieben und sehe sie als echte Bereicherung im deutschen Fantasymarkt. Nur die Orks fallen heraus, weil die eher mittelmässig bis schlecht fand (aber die sind auch nicht von einem deutschen Autor).
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1) $rasse = {Zwerge, Orks, Elfen, Trolle}
Bernard Hennen ist ein alter Hase im Genre der fantastischen Literatur, der schon einige Romane veröffentlich hat und ein enger Freund von Wolfgang-"Ich schreibe immer das gleiche, aber davon viel"-Hohlbein.
Ich versuche wieder mal wenig auf die Handlung einzugehen (selber lesen) und mehr auf meinen allgemeinen Eindruck. Die Helden der Geschichte sind zwei Elfen und ein Mensch und diese begleitet der Leser auch fast durchweg ohne die Handlungsebenen gross zu wechseln. Die beiden Elfen versuchen ihre grosse Liebe zu befreien und der Mensch kommt er zufällig in die ganze Geschichte herein, in der ein mächtiger alter Dämon auch eine grosse Rolle spielt. Hennen versteht sein Handwerk "Schreiben" gut und es macht Spaß sich in dem dicken Schmöcker zu versenken. Keine grosse Literatur, aber gelungene Unterhaltung, die einen mitfiebern lässt. Besonders gelungen fand ich die "heroic fantasy" Passagen (da steh ich halt drauf) - wenn die Helden zum Beispiel ein besonderes Schwert bekommen - die voller schönem Pathos und Romantik sind. Anfänglich war ich auch recht begeistert davon, dass die Handlung nicht zu vorhersehbar war und das was ich als die grosse Aufgaben des Buches sah schon sehr früh gelöst wurde. Zum Ende des Buches hinterliess aber genau das einen leicht faden Nachgeschmack bei mir, denn mir fehlt der grosse zusammenhängende Handlungbogen. Den gibt es zwar, aber ich empfand es teilweise als Abfolge von einzelnen Geschichten, denen man Zusammenhalt geben wollte. Die Elfen entstand in Co-Produktion mit James Sullivan, vielleicht ist das auch der Grund für den "stückhaften" Eindruck und spiegelt die einzelnen Episoden der Autoren wieder.
Auch waren mir die Zeitsprünge einfach zu viel, natürlich leben Elfen deutlich länger und die Autoren haben sich auch bemüht dieses Wunder auf das Papier zu bringen. Für mich war dieses Wunder aber irgendwann eine Beliebigkeit "Ach wieder 300 Jahre weiter...", wobei ich aber auch nicht wirklich weiß, wie man diese Langlebigkeit gut dargestellen kann.
Aber diese Punkte haben den Lesespaß nicht wirklich eingeschränkt und wer Elfen mag und einfach gute Unterhaltung sucht ist mit dem Buch bestens bedient. Ich werde jedenfalls die Folgebände
Elfenwinter und
Elfenlicht (ab Dez 2006) auf meine Leseliste setzen.