Am 14. Oktober 1066 zog das normanische Heer unter Herzog Wilhelm gegen die Angelsachen unter Harald II in die Schlacht. Dieser Kampf war der erste grosser Erfolg für die Normannen und ging in die Geschichte als "
Battle of Hastings" ein.
Das normanische Herr war dem der Angelsachsen sowohl von der Größe (9000 zu 7000) als auch von der Ausstattung deutlich überlegen. Während Wilhelm mit ca 2000-3000 Reitern aufzog, bestand das angelsächsische Heer rein aus Fußsoldaten. Ebenso traten die Normannen mit zahlreichen Fernkämpfern auf, während die Angelsachsen nur wenige Bogenschützen in ihren Reihen hatten.
Auch technisch traten die Normanen mit Neuerungen an. Die Pferde waren mit Steigbügeln ausgestattet, was den Reitern erlaubt im vollen Gallop die Lanz zu führen und beim Aufprall nicht vom Sattel geschleudert zu werden. Ebenso wurden die ersten Armbrüste in Europa bei dieser Schlacht eingesetzt.
Die Schlacht wurde von den Normannen durch den Einsatz der Fernkämpfer und eines taktischen Manövers gewonnen. Wilhelm liess mehrfach einen Rückzug befehlen (davon war einer echt, da Wilhelm als gefallen galt, der Rest waren Täuschungen), der die Angelsachsen aus ihrem (bis dahin festen) Schildwall lockte und dann von der Reiterei niedergeritten werden konnte. Harald II starb durch so einen Reiterangriff konnte sich aber lange halten. Nach seinem Tod waren die knapp 5000 Fyrd-Kämpfer ihres Eides entbunden und flohen vom Feld. Die längste Schlacht des Hochmittelalters (ca. 9h) hatte ihr Ende gefunden.
Der
Teppich von Bayeux zeigt auf seinen knapp 68 Metern in einer fast comichaften Darstellung den kompletten Verlauf dieser Geschichte und dient mit seinen Darstellungen heute vielen Living History Fans als Gewandungsvorlage. Die Schlacht von Hastings wird jährlich auf dem Orginalschlachtfeld nachgestellt. Dieses Jahr erwartet man ca. 3000 Teilnehmer und ca. 20.000 Besucher. Die BBC überträgt dieses Ereignis als
Webcast am 14 und 15. 10. zwischen 14 und 17 Uhr (GMT)