In der Familie Cynx hat sich heimlich die Tradition eingebürgert, dass Frau Cynx mit einen Ausflug zum Geburtstag schenkt. Spacecenter Bremen (leider schon wieder zu), Disneyland Paris, Blue Men Group und dieses Jahr das Phantasialand in Brühl. An meinem Geburtstag selber war das Wetter eher geeignet eine Fahrt mit dem Motorschlitten zu machen und so sind wir erst letztes Wochenende bei den ersten richtigen Sonnenstrahlen dieses Jahr aufgebrochen. Kurz nach der Anreise zeigte sich schon, dass wir nicht die einzigen waren, die diesen Sonnentag in einem Freizeitpark verbringen wollten. Ein langer Stau auf dem Weg zum Parkplatz, der sich aber dank fähiger Einweiser zügig auflöste.
Nach Disneyland hat man eine bestimmte Idee, wie ein Freizeitpark aussehen muss und Phantasialand wird auch gerne als deutsches Disneyland bezeichnet. Positiv überrascht war ich vom Eingangsbereich, es gab nicht die von mir erwartete Fläche mit einem Fahrgeschäft neben dem anderen, sondern eine Art "Mainstreet", die auf einen Nachbar des Brandenburger Tores führte, angefüllt mit Geschäften, Eisständen und Süßigkeiten. Leider ist der ausgeteilte Infoplan nicht sehr erhellend, denn man erfährt nicht mehr als den Namen der Station, was die Auswahl nicht gerade einfacher macht. Die acht Stunden im Park vergingen dann wie im Flug, unterbrochen von einem leckeren Essen in der Hacinda, wo man gut und günstig essen kann (wenn auch etwas langsam). Highlights waren die verschiedenen Achterbahnen und die abschließende Fahrt mit dem Talocan, einer Art Schiffschaukel (siehe Video, leider aus einer schlechten Position in der Warteschlange). Zu den Shows kann ich nichts sagen, da wir nicht eine besucht haben.
Phantasialand ist mit Sicherheit einen Besuch wert, aber zu einem "deutschen Disneyland" reicht es nicht. Dazu fehlen die liebevollen Details, die den Mauspark noch schöner machen. Dort sind Wartezonen sind immer mehr als Wartezonen, es gibt immer etwas zu schauen und zu entdecken oder es läuft mindestens irgendwo ein Film. An diesen Details fehlt es im Phantasialand, Monitore in den Wartezonen sind vorhanden, aber ausgeschaltet, die Aninmatronic ist leider oft lieblos, ebenso wie die Details der genutzten Puppen. Müll im Wasser oder Bauschutt und sichtbare Kabel sind ein harter Kontrast zu den perfekt gepflegten Grünanlagen in Paris. Bei einem zweiten Besuch würde ich mir aber gerne noch die Shows anschauen und Frau Cynx in die Black Mamba bekommen.