Donnerstag, 13. November 2008
Klassengesellschaft
Das BKA-Gesetz ist gestern abgenickt worden, womit wir auch endlich wieder eine geheimnisvolle Staatspolizei haben. Mein Dank an die (wenigen) Abgeordneten, die sich gegen das Gesetz gewehrt haben, damit bleibt wenigstens etwas Hoffnung.
Ein weitere Schritt auf dem Weg zum kompletten Überwachungsstaat, viele Grundrechte bleiben eigentlich nicht mehr über. Warum Journalisten kein Recht mehr auf Privatsphäre haben sollen, hatten wir gestern erfahren.
Die Ärzte hatten sich beschwert, dass ihre Schweigepflicht aufgehoben wurde, während die der Parlamentarier bestehen bleibt.
Herr Dieter Wiefelspütz erklärt uns warum das so ist:
Er habe zwar hohen Respekt vor der Arbeit der Mediziner, sehe aber ihre Rolle im Staatsgebilde als untergeordnet gegenüber der Arbeit von Abgeordneten und Strafverteidigern: "Das Parlament ist ein wenig wichtiger als ein Arzt."
Heise
Tja liebe Mediziner.. so ist das ihr rettet Leben während das Parlament dafür sorgt, dass ihr kein Geld bekommt. Ganz klar was wichtiger ist.
Weil es gerade so schön passt: Am 18. Januar sind Landtagswahlen in Hessen und wieder einmal schwingen die Piraten die schwarze Flagge, um die Bürgerrechte zu schützen. Damit dies aber auch klappt, müssen sie zur Wahl zugelassen werden. Dazu brauchen wir Unterschriften von Hessen!
Achtung! Das ist keine Stimmabgabe!, sondern einfach nur der Wunsch die Piratenpartei bei der Wahl eventuell ankreuzen zu wollen. Es geht um mehr Auswahl = mehr Demokratie.
Der Weg ist einfach:Formular ausdrucken, unterschreiben und an die Piratenpartei Hessen schicken. Stichtag: 15 Dezember!
Zum Formular
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Natürlich freuen sich auch die anderen Landesverbände über Unterstützung und Zuspruch, dort wird für die Bundestag- und Europawahl gesammelt.
Ein weitere Schritt auf dem Weg zum kompletten Überwachungsstaat, viele Grundrechte bleiben eigentlich nicht mehr über. Warum Journalisten kein Recht mehr auf Privatsphäre haben sollen, hatten wir gestern erfahren.
Die Ärzte hatten sich beschwert, dass ihre Schweigepflicht aufgehoben wurde, während die der Parlamentarier bestehen bleibt.
Herr Dieter Wiefelspütz erklärt uns warum das so ist:
Er habe zwar hohen Respekt vor der Arbeit der Mediziner, sehe aber ihre Rolle im Staatsgebilde als untergeordnet gegenüber der Arbeit von Abgeordneten und Strafverteidigern: "Das Parlament ist ein wenig wichtiger als ein Arzt."
Heise
Tja liebe Mediziner.. so ist das ihr rettet Leben während das Parlament dafür sorgt, dass ihr kein Geld bekommt. Ganz klar was wichtiger ist.
Weil es gerade so schön passt: Am 18. Januar sind Landtagswahlen in Hessen und wieder einmal schwingen die Piraten die schwarze Flagge, um die Bürgerrechte zu schützen. Damit dies aber auch klappt, müssen sie zur Wahl zugelassen werden. Dazu brauchen wir Unterschriften von Hessen!
Achtung! Das ist keine Stimmabgabe!, sondern einfach nur der Wunsch die Piratenpartei bei der Wahl eventuell ankreuzen zu wollen. Es geht um mehr Auswahl = mehr Demokratie.
Der Weg ist einfach:Formular ausdrucken, unterschreiben und an die Piratenpartei Hessen schicken. Stichtag: 15 Dezember!
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Natürlich freuen sich auch die anderen Landesverbände über Unterstützung und Zuspruch, dort wird für die Bundestag- und Europawahl gesammelt.
Donnerstag, 15. Mai 2008
Geheimnisse der Welt
Zwei Geheimnisse der Welt, dich gerne mal ergründen möchte:
1) Warum sind Übersetzung bei Büchern oder Filmen oft so merkwürdig?
2) Wer schreibt die Klappentexte von Büchern und warum haben sie so wenig mit dem Inhalt zu tun
1) Ich weiß, dass Übersetzer meist ein sehr schlecht bezahltes Gewerbe haben. So fern man nicht gerade Umberto Eco übersetzt ist man nur einer von vielen und arbeitet unter Zeitdruck. Dennoch frage ich mich: Wird die Übersetzung nicht lektoriert? Liegt dem Verlag nicht auch etwas an Qualität? Dass einem in der Hektik, das "Dead End" (Sackgasse) mal als "Totes Ende" in den Roman rutscht ist noch verzeihlich und durchaus amüsant. Was ich aber überhaupt nicht ausstehen kann sind komplette Sinn-Änderungen (gerade bei Synchros) oder noch besser: Eigennamen sinnlos ändern.
Aktuelles Beispiel: Der Roman "Down and out the Magic Kingdom"
Die deutsche Version heißt "Backup". Ok, ein Backup spielt auch eine Rolle in dem Buch und es klingt auch schön nach Web2.0. Es ist sicherlich nicht einfach den Original-Titel einem deutschen Publikum zu verkaufen. Dennoch ist das Hauptthema des Buches der Ausverkauf von Disneyland und nicht ein Backup.
Aber was mich wirklich geärgert hat: Warum musste man die Whuffies (eine Art Währung, die auf Ansehen beruht - ähnlich dem Karmasystem bei Slashdot) mit Woppel(sic) übersetzen? Was treibt einen Übersetzer dazu, einen Eigennamen einfach in ein anderes sinnloses Wort zu ändern?
2) Klappentexte sind das Revier vom Marketing und die wissen wie es läuft. Jedenfalls denken sie das. Ich fühle mich aber regelmäßig verar$%&t, wenn ich mal wieder bemerke wie wenig der Klappentext mit dem Inhalt zu tun hat. Können die Marketing-Menschen nicht wenigstens mal eine Inhaltsangabe vom Autor anfordern oder sich sogar mal mit dem Buch auseinander setzen? Das ist auch kein sonderlich neues Phänomen, mein Highlight zu diesem Thema ist aus dem Jahr 1977: Star Wars von George Lucas (wer's glaubt), eines der vielen "Bücher zum Film". Der Klappentext liest sich in etwa so:
"Der junge Prinz Luke Skywalker aus den Sandlanden, muss Prinzessin Leia aus den Fängen des bösen Zauberers Darth Vader befreien. Ihm zur Seite steht der mächtige Ritter Obiwan und der Dieb Han Solo. Wird es ihm gelingen bevor der Magier das mächtige Todesstern Artefakt aktivieren kann?"
1) Warum sind Übersetzung bei Büchern oder Filmen oft so merkwürdig?
2) Wer schreibt die Klappentexte von Büchern und warum haben sie so wenig mit dem Inhalt zu tun
1) Ich weiß, dass Übersetzer meist ein sehr schlecht bezahltes Gewerbe haben. So fern man nicht gerade Umberto Eco übersetzt ist man nur einer von vielen und arbeitet unter Zeitdruck. Dennoch frage ich mich: Wird die Übersetzung nicht lektoriert? Liegt dem Verlag nicht auch etwas an Qualität? Dass einem in der Hektik, das "Dead End" (Sackgasse) mal als "Totes Ende" in den Roman rutscht ist noch verzeihlich und durchaus amüsant. Was ich aber überhaupt nicht ausstehen kann sind komplette Sinn-Änderungen (gerade bei Synchros) oder noch besser: Eigennamen sinnlos ändern.
Aktuelles Beispiel: Der Roman "Down and out the Magic Kingdom"
Die deutsche Version heißt "Backup". Ok, ein Backup spielt auch eine Rolle in dem Buch und es klingt auch schön nach Web2.0. Es ist sicherlich nicht einfach den Original-Titel einem deutschen Publikum zu verkaufen. Dennoch ist das Hauptthema des Buches der Ausverkauf von Disneyland und nicht ein Backup.
Aber was mich wirklich geärgert hat: Warum musste man die Whuffies (eine Art Währung, die auf Ansehen beruht - ähnlich dem Karmasystem bei Slashdot) mit Woppel(sic) übersetzen? Was treibt einen Übersetzer dazu, einen Eigennamen einfach in ein anderes sinnloses Wort zu ändern?
2) Klappentexte sind das Revier vom Marketing und die wissen wie es läuft. Jedenfalls denken sie das. Ich fühle mich aber regelmäßig verar$%&t, wenn ich mal wieder bemerke wie wenig der Klappentext mit dem Inhalt zu tun hat. Können die Marketing-Menschen nicht wenigstens mal eine Inhaltsangabe vom Autor anfordern oder sich sogar mal mit dem Buch auseinander setzen? Das ist auch kein sonderlich neues Phänomen, mein Highlight zu diesem Thema ist aus dem Jahr 1977: Star Wars von George Lucas (wer's glaubt), eines der vielen "Bücher zum Film". Der Klappentext liest sich in etwa so:
"Der junge Prinz Luke Skywalker aus den Sandlanden, muss Prinzessin Leia aus den Fängen des bösen Zauberers Darth Vader befreien. Ihm zur Seite steht der mächtige Ritter Obiwan und der Dieb Han Solo. Wird es ihm gelingen bevor der Magier das mächtige Todesstern Artefakt aktivieren kann?"
Dienstag, 3. Juli 2007
Special Olympics for terrorists
Sicherheitsguru Bruce Schneier schreibt sehr lesenswert über die Vorfälle in London und Glasgow, noch lesenswerter (und amüsanter) sind allerdings die Kommentare und die dortigen Links zum Register "Beavis and Butthead in London" auf auf das Blog für John Smeaton, einem der Augenzeugen.
via Mela per Twitter
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Geschrieben von Alex
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15:07
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Dienstag, 6. März 2007
Ein Besuch im damals verbotenen Land
Nach dem ARD Zweiteiler "Die Flucht" ist das Thema der Vertreibung aus Ostpreussen wieder in den Mittelpunkt gerückt. Dabei zählt nicht mehr das gegeneinander Aufwiegen von Schuld, sondern persönlicher Schicksale die sich nicht mit mathematischen Formeln rechnen lassen, sondern immer einzeln betroffen machen. Helga Hirsch schreibt in der Welt eine ganz persönliche Geschichte, wie sich Ansichten ändern können, wenn man mit Betroffenen redet.
Ein Besuch im damals verbotenen Land Die Welt Online
Ein Besuch im damals verbotenen Land Die Welt Online
Geschrieben von Alex
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13:47
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Montag, 26. Februar 2007
Panorama lügt
Panaroma lügt, und Panorama macht Propaganda.
Für sowas bezahlt man Gebühren, dass Berichterstattung nicht neutral ist ist selbstverständlich. Aber sachlich richtig sollte sie sein.
Für sowas bezahlt man Gebühren, dass Berichterstattung nicht neutral ist ist selbstverständlich. Aber sachlich richtig sollte sie sein.
Geschrieben von Alex
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15:38
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Donnerstag, 22. Februar 2007
Genußmittel
An Tagen wie diesen hält mich eine schöner Snus (spr.: Snüss) am Laufen. Wer ist in der EU eigentlich auf die dämliche Idee gekommen den Vertrieb dieser Tabakform zu verbieten? Selbst die Choice-Marke (tabakfrei) ist davon indirekt betroffen. Ein lockerer Umgang mit Snus könnte auch die Probleme der Raucher in Nichtraucherzonen relativ einfach lösen.. und es ist auch weniger gesundheitsschädlich. Als Begründung wird genannt "man wolle nicht noch mehr Tabakprodukte auf den Markt zulassen, da dies wieder Leute zum Konsum bringen würde." Es gibt wohl kaum einen Snus Konsumenten, der seinen Snus stehen lässt und sich dafür ne Kippe ansteckt. Wohl aber Raucher, die alternativ zum Snus greifen.
Dank der regelmässigen Besuchen Frau Cynx in Skandinavien und dem hervorragenden Service des Northerners ist die Versorgungssituation auf Wolfenblick aber gesichert.

Dank der regelmässigen Besuchen Frau Cynx in Skandinavien und dem hervorragenden Service des Northerners ist die Versorgungssituation auf Wolfenblick aber gesichert.
Geschrieben von Alex
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13:48
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Mittwoch, 14. Februar 2007
Schöne "gewaltfreie" Medienwelt
Gewalt in den Medien ist nach jedem Amoklauf ein beliebtes Thema bei Poltikern, es lenkt so schön pressewirksam von so unwichtigen Problemen wie Klimakatastrophe, Umweltschutz und Arbeitslosigkeit ab. Vivec hat die aktuellen Vorschläge treffend zusammengefasst und kommentiert, da bleibt nichts mehr hinzu zufügen ausser:
Lesebefehl!
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Geschrieben von Alex
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08:42
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Montag, 12. Februar 2007
Einkaufsstadt Gießen
Die Stadt Gießen wirbt unter anderem damit "Einkaufsstadt" zu sein, womit sie auch nicht falsch liegt. Gute Anbindung an die Autobahn, eine lange Fußgängerzone an der sich reichlich Kaufhäuser reihen, ausreichend Parkplätze... Am Samstag durfte ich aber dann erleben, dass es Unterschiede zwischen Anspruch und Wirklichkeit gibt.
Frau Cynx und ich waren bei einer Autorenlesung in der Innenstadt und hatten unser Gefährt im Karstadt-Parkhaus geparkt. Im Anschluß an die Lesung wollten wir noch mit dem Autor und einigen Freunden essen gehen. Das Restaurant ist am anderen Ende der Innenstadt und deswegen gingen wir zurück zum Parkhaus um den Wagen abzuholen. Ziemlich verblüfft standen wir um 18:45 Uhr vor einem geschlossenen Parkhaus bei dem alle Tore und Türen geschlossen waren. Viertel vor Sieben und schon zu? Ein Blick auf die sehr kleine Tafel in der Einfahrt bestätigte die Öffnungszeiten: Samstag bis 18:30. Aussen an dem Parhaus ein weiteres Schild: "Sollte ihr Fahrzeug eingeschlossen sein rufen sie bitte die Wachfirma XYZ an, um ihren Wagen wieder zu bekommen. Für diesen Service berechnen wir 40 EU."
Mittlerweile fanden sich noch mehr Samstagsshopper am Eingang des Parkhauses ein, die von diesem Service der Einkaufsstadt genau so beeindruckt waren wie wir. Letztendlich handelte es sich um acht Fahrzeuge und ca. 20 Personen u.a. mit Kleinkindern.
Der Anruf bei der Wachfirma brachte uns die Erkenntnis, daß wir nun 30 Minuten zu warten hätten bis der Wachmann uns aufschliessen könnte. Eine Nachricht, die insbesondere bei den Müttern mit Kindern sehr gut ankam.
Glücklicherweise tauchte der Wachmann schon nach knapp 10 Minuten in Form eines freundlichen älteren Herrn auf, der die Tore wieder öffnete und auch direkt erklärte, die 40 EU würden im einmal reichen, man solle zusammenlegen.
Ein fader Beigeschmack der freundlichen Einkaufsstadt Gießen bleibt aber dennoch.
Frau Cynx und ich waren bei einer Autorenlesung in der Innenstadt und hatten unser Gefährt im Karstadt-Parkhaus geparkt. Im Anschluß an die Lesung wollten wir noch mit dem Autor und einigen Freunden essen gehen. Das Restaurant ist am anderen Ende der Innenstadt und deswegen gingen wir zurück zum Parkhaus um den Wagen abzuholen. Ziemlich verblüfft standen wir um 18:45 Uhr vor einem geschlossenen Parkhaus bei dem alle Tore und Türen geschlossen waren. Viertel vor Sieben und schon zu? Ein Blick auf die sehr kleine Tafel in der Einfahrt bestätigte die Öffnungszeiten: Samstag bis 18:30. Aussen an dem Parhaus ein weiteres Schild: "Sollte ihr Fahrzeug eingeschlossen sein rufen sie bitte die Wachfirma XYZ an, um ihren Wagen wieder zu bekommen. Für diesen Service berechnen wir 40 EU."
Mittlerweile fanden sich noch mehr Samstagsshopper am Eingang des Parkhauses ein, die von diesem Service der Einkaufsstadt genau so beeindruckt waren wie wir. Letztendlich handelte es sich um acht Fahrzeuge und ca. 20 Personen u.a. mit Kleinkindern.
Der Anruf bei der Wachfirma brachte uns die Erkenntnis, daß wir nun 30 Minuten zu warten hätten bis der Wachmann uns aufschliessen könnte. Eine Nachricht, die insbesondere bei den Müttern mit Kindern sehr gut ankam.
Glücklicherweise tauchte der Wachmann schon nach knapp 10 Minuten in Form eines freundlichen älteren Herrn auf, der die Tore wieder öffnete und auch direkt erklärte, die 40 EU würden im einmal reichen, man solle zusammenlegen.
Ein fader Beigeschmack der freundlichen Einkaufsstadt Gießen bleibt aber dennoch.
Geschrieben von Alex
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08:08
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Mittwoch, 10. Januar 2007
Political correct 2
... und wo wir gerade beim Thema sind:
Bayern bringt "Killerspiel"-Verbot in Bundesrat ein
Das war so auch zu erwarten, interessant bei diesem Gesetzentwurf ist aber folgende Erweiterung:
"Neben Computerspielen sollen auch Spiele verboten werden, bei denen die Teilnehmer mit Spielzeugwaffen aufeinander schießen." (ebenfalls von ZDnet).
Damit dürfte wohl Paintball gemeint sein, was ich bisher unter Sport gezählt hatte. Aber wird man dann auch für "Cowboy und Indianer" eingeknastet? Dürfen Larper und Reenacter bald nicht mehr zum Bogen/Armbrust greifen? Wird es beim "Schiessen" bleiben oder kann Tauberbischoffsheim mit seiner Fechtelite auch bald zu machen?
Man kann die Uhr danach stellen: Ein Amoklauf und direkt danach ein unausgegorenes Gesetz. Erfurt hat uns das Verbot einiger sinnloser Messer und Nunchakus gebracht und das Sportschützen nun ihre Munition in einen (teuren) extra Waffenschrank packen müssen. Was werden wohl die Folgen dieses Amoklaufs sein.
Fazit: Willst du eine schnelle Gesetzesänderung, laufe Amok.
Bayern bringt "Killerspiel"-Verbot in Bundesrat ein
Das war so auch zu erwarten, interessant bei diesem Gesetzentwurf ist aber folgende Erweiterung:
"Neben Computerspielen sollen auch Spiele verboten werden, bei denen die Teilnehmer mit Spielzeugwaffen aufeinander schießen." (ebenfalls von ZDnet).
Damit dürfte wohl Paintball gemeint sein, was ich bisher unter Sport gezählt hatte. Aber wird man dann auch für "Cowboy und Indianer" eingeknastet? Dürfen Larper und Reenacter bald nicht mehr zum Bogen/Armbrust greifen? Wird es beim "Schiessen" bleiben oder kann Tauberbischoffsheim mit seiner Fechtelite auch bald zu machen?
Man kann die Uhr danach stellen: Ein Amoklauf und direkt danach ein unausgegorenes Gesetz. Erfurt hat uns das Verbot einiger sinnloser Messer und Nunchakus gebracht und das Sportschützen nun ihre Munition in einen (teuren) extra Waffenschrank packen müssen. Was werden wohl die Folgen dieses Amoklaufs sein.
Fazit: Willst du eine schnelle Gesetzesänderung, laufe Amok.
Geschrieben von Alex
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08:49
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Mittwoch, 20. Dezember 2006
Legendenbildung
Aus der Reihe: Wie man eine Märtyrer-Geschichte baut:
Verein A und Verein B leben gut auf privater Ebene miteinander. Irgendwann kommt es zu Querelen, so wie es halt üblich ist, wenn Menschen beteiligt sind. Anstatt wie erwachsene Menschen miteinander umzugehen, wird wild auf Prinzipien gepocht und die Dackelzüchter-Funktionäre haben das Wort (letzteres ist nur meine persönliche Ansicht und kein Fakt).
Die beiden Vereine distanzieren sich öffentlich von einander, betonen aber, dass auf privater Ebene der Mitglieder, dies keinen Einfluss haben wird.
Es geht etwas Zeit ins Land und um die ganze Geschichte bilden sich Legenden. Verein A stellt irgendwann fest, dass Verein B sie bösartigerweise vom Vereins-Zeitschriftenaustausch ausgeschlossen haben. Zwar haben auch die Mitglieder von Verein B in der Zeit keine Zeitschrift bekommen, aber auf solche Kleinigkeiten kann man im grossen Kampf um Legenden keinen Wert legen. Interessanterweise kann man die gleiche Geschichte auch mit vertauschten Buchstaben erzählen.
Warum ich das erzähle? Weil ich sowohl bei A und auch bei B Mitglied bin und so langsam darauf warte, dass mich irgendjemand rauswirft, da ich dummerweise beide Seiten der Geschichten kenne und damit einer Legendenbildung durch "böse reale Fakten" [TM] verhindere.
Ich überlege mir gerade aktiv gegen solche (und weitere) Legendenbildungen vorzugehen, nur frage ich mich ob sich da lohnt. Wenn man nicht mal mehr in der Lage ist zu fragen "Steht da noch ne Zeitung aus?", sondern lieber gleich bösartige Intrigen als Grund sieht, würde man da auf mich hören? Oder ist es nur der Rufer in der Wüste?
Verein A und Verein B leben gut auf privater Ebene miteinander. Irgendwann kommt es zu Querelen, so wie es halt üblich ist, wenn Menschen beteiligt sind. Anstatt wie erwachsene Menschen miteinander umzugehen, wird wild auf Prinzipien gepocht und die Dackelzüchter-Funktionäre haben das Wort (letzteres ist nur meine persönliche Ansicht und kein Fakt).
Die beiden Vereine distanzieren sich öffentlich von einander, betonen aber, dass auf privater Ebene der Mitglieder, dies keinen Einfluss haben wird.
Es geht etwas Zeit ins Land und um die ganze Geschichte bilden sich Legenden. Verein A stellt irgendwann fest, dass Verein B sie bösartigerweise vom Vereins-Zeitschriftenaustausch ausgeschlossen haben. Zwar haben auch die Mitglieder von Verein B in der Zeit keine Zeitschrift bekommen, aber auf solche Kleinigkeiten kann man im grossen Kampf um Legenden keinen Wert legen. Interessanterweise kann man die gleiche Geschichte auch mit vertauschten Buchstaben erzählen.
Warum ich das erzähle? Weil ich sowohl bei A und auch bei B Mitglied bin und so langsam darauf warte, dass mich irgendjemand rauswirft, da ich dummerweise beide Seiten der Geschichten kenne und damit einer Legendenbildung durch "böse reale Fakten" [TM] verhindere.
Ich überlege mir gerade aktiv gegen solche (und weitere) Legendenbildungen vorzugehen, nur frage ich mich ob sich da lohnt. Wenn man nicht mal mehr in der Lage ist zu fragen "Steht da noch ne Zeitung aus?", sondern lieber gleich bösartige Intrigen als Grund sieht, würde man da auf mich hören? Oder ist es nur der Rufer in der Wüste?
Geschrieben von Alex
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09:23
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Mittwoch, 22. November 2006
Schmallspur Denken
Eigentlich wollte ich mich ja dazu nicht äussern, aber wenigstens zitieren möchte ich:
Gutachter sehen Chancen für Killerspiel-Verbot
Ein mögliches Verbot von Gewalt-Computerspielen würde nicht unbedingt gegen das Grundgesetz verstoßen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des Bundestages, das der Netzeitung vorliegt.
Auslösende Faktoren
Monokausale Erklärungsansätze scheitern bei der Erklärung des Phänomens. Vielmehr müssen soziale als auch individuelle Voraussetzungen einbezogen werden. So kann die verbreitete Erklärung des Amoklaufs als direkte Wirkung einer lediglich individuellen psychischen Störung als widerlegt betrachtet werden.
Wikipedia: Amok
Wenn der Zusammenhang so einfach ist, wie kam es dann zu Amoktaten vor First-Person-Shootern?
In dem Punkt denkt man genau so einfach wie beim letzten Amoklauf in Erfurt, erstmal ohne Sinn Gesetze machen damit das dumme Wahlvolk auch "sieht", dass etwas passiert.
Gutachter sehen Chancen für Killerspiel-Verbot
Ein mögliches Verbot von Gewalt-Computerspielen würde nicht unbedingt gegen das Grundgesetz verstoßen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des Bundestages, das der Netzeitung vorliegt.
Auslösende Faktoren
Monokausale Erklärungsansätze scheitern bei der Erklärung des Phänomens. Vielmehr müssen soziale als auch individuelle Voraussetzungen einbezogen werden. So kann die verbreitete Erklärung des Amoklaufs als direkte Wirkung einer lediglich individuellen psychischen Störung als widerlegt betrachtet werden.
Wikipedia: Amok
Wenn der Zusammenhang so einfach ist, wie kam es dann zu Amoktaten vor First-Person-Shootern?
In dem Punkt denkt man genau so einfach wie beim letzten Amoklauf in Erfurt, erstmal ohne Sinn Gesetze machen damit das dumme Wahlvolk auch "sieht", dass etwas passiert.
Geschrieben von Alex
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13:09
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Dienstag, 14. November 2006
Wie kleine Brauerein die Welt retten
How Microbrew Can Save the World
Small-scale, homebrew beer production plays a vital role in sustainable development throughout the world.
Interessanter Artikel über die Anti-Globalisierung bei Brauerein. Wobei ich mit der Meinung des Autors Big Beer = Bad Beer nicht unbedingt konform gehe. Gerade bei Bier geht es um Vielfalt und auch grosse Brauereien können ein gutes Bier brauen.
Small-scale, homebrew beer production plays a vital role in sustainable development throughout the world.
Interessanter Artikel über die Anti-Globalisierung bei Brauerein. Wobei ich mit der Meinung des Autors Big Beer = Bad Beer nicht unbedingt konform gehe. Gerade bei Bier geht es um Vielfalt und auch grosse Brauereien können ein gutes Bier brauen.
Geschrieben von Alex
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15:06
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Dienstag, 7. November 2006
Danke
Danke, lieber Journalist für die tolle Schlagzeile:
Mordversuch nach Internet-Rollenspiel: Zehn Jahre Haft
Da hat die eigene Kreativität wohl nicht für einen sauberen Bericht gereicht und es musste noch ein Reisser rein, oder? Denn liest man den Artikel hat der ganze Mordfall praktisch nichts mit dem Internet-Rollenspiel zu tun, sondern könnte genau so gut "nach dem Essen" heissen. Nur hätte damit ja kein erbosten Aufschreien ausgelöst.
Mordversuch nach Internet-Rollenspiel: Zehn Jahre Haft
Da hat die eigene Kreativität wohl nicht für einen sauberen Bericht gereicht und es musste noch ein Reisser rein, oder? Denn liest man den Artikel hat der ganze Mordfall praktisch nichts mit dem Internet-Rollenspiel zu tun, sondern könnte genau so gut "nach dem Essen" heissen. Nur hätte damit ja kein erbosten Aufschreien ausgelöst.
Geschrieben von Alex
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08:01
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Montag, 6. November 2006
Sau Einfach
... kann man Kunden verlieren, wenn man sich so benimmt: Mich nämlich. Den Mediamarkt werde ich so schnell nicht mehr betreten.
Geschrieben von Alex
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16:28
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Montag, 30. Oktober 2006
Aufruhr im Unterholz
Nach langer Suche konnte am Wochenende endlich das winterliche Brennholz für die Feste Wolfenblick eingelagert werden. Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben und uns damit abgefunden, dass anstatt des gemütlichen Kamins dieses Jahr die Zentralheizung die Hallen erwärmen würden. Egal wo man auch anrief und sich informierte, alle lokalen Brennholzhändler hatten ihren Vorräte schon unter das Volk gebracht, was einem gerade in Hessen - das waldreichste Bundesland der Republik - schon etwas merkwürdig vorkam. Sollte innerhalb eines Jahres halb Hessen ihre Heizung auf Holz umgestellt haben? Beliefert hat uns nun Hessen grösster Brennholzhändler, der die Situation am Markt seufzend mit "überhitzt" beschrieb. So richtig froh war er nicht über die verstärkte Nachfrage, denn man könne nicht vernüftig darauf reagieren. Eigentlich sei von ihm für dieses Jahr eine grosse Investition einer Trockenkammer geplant gewesen, Mitarbeiter sollten eingestellt werden, um auf den verstärkten Bedarf zu reagieren. Statt dessen gab es vom Forstamt keine klare Zusagen, ob man ihn überhaupt beliefern würde und damit auch kein grünes Licht für die Investition. Was letztes Jahr in 10 Minuten mit dem Förster klargemacht werden konnte, würde dieses Jahr Tage dauern. Die Motivation dahinter sei aber nicht verständlich.
Geschrieben von Alex
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08:33
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